F2P-Games: World of Tanks

Einführung
Wer möchte nicht mal mit einem Deutschen Leopard-Panzer durch die Gegend donnern und ein paar Panzer platt machen? Bei World of Tanks (WoT) könnt ihr genau das tun. Auch wenn man nicht direkt mit dem Leopard loslegen kann :-). In World of Tanks könnt ihr mit mehr oder weniger bekannten Panzern aus dem 2. Weltkrieg von diversen Nationen regelrechte Panzerschlachten erleben. Durch das spotten (aufspüren) und zerstören der gegnerischen Panzer erspielt ihr euch Erfahrungspunkte und Credits. Dies benötigt ihr, um eure Panzer aufzurüsten und mächtigere Gefährte Freizuschalten. Nach diesem Prinzip spielt ihr euch durch die diversen Forschungsbäume und erhaltet nach und nach die Möglichkeit, euch mit grösseren Panzer in die Schlacht zu stürzen.

Gameplay
Nach dem ersten Login landet ihr in der Garage. Hier stehen eure Panzer und ihr habt Zugriff auf die Forschungsbäume, die Kaserne und den Wartungsdialog. Als Startpanzer steht von jeder vorhanden Nation ein Panzer zur Verfügung. Wählt einen Panzer aus, klickt auf den grossen roten „Gefecht“ Button und schon werdet ihr einem Spiel zugeteilt und die Panzer können rollen. Mit der bekannten WASD Steuerung bewegt ihr den Panzer über das Schlachtfeld. Blickrichtung (also der Turm) und Kanone werden mit der Maus gesteuert.
World of Tanks ist eher ein langsameres Spiel in dem Taktik gefragt ist. Wer hirnlos auf den Gegner zustürmt wird sich relativ schnell in einem Haufen Schrott wiederfinden. Also Deckung suchen und dem Gegner abpassen heisst es. Wobei eure Aufgabe auch vom Panzertyp abhängig ist. Leichte Panzer und Scouts sind sehr gut geeignet Feinde aufzuspüren. Da diese Panzer schneller und weniger sind als die Mittleren und Grossen Panzer haben sie auch grössere Chancen, Angriffen auszuweichen während die grossen Brüder und die Artillerie den Gegner unter Beschuss nehmen. Allerdings immer schön vorsichtig und die Schwachstellen weg vom Feind halten.
Und hier wird dem neuen Spieler langsam bewusst, dass das zu Beginn ganz einfache Spiel wesentlich komplexer ist als zu erwarten war. Jeder Panzer ist unterschiedlich stark gepanzert. Zudem sind die Gefährte hinten und an der Seite wesentlich verwundbarer als zum Beispiel an der Front. Zudem gibt es Trefferzonen welche interne Module und Besatzung ausser Gefecht setzten können. Ein gutes Ziel sind immer die Ketten, welche relativ schnell reissen und den Gegner für eine gewisse Zeit festsetzen. Gutes Zielen und die Kenntnis der einzelnen Panzer sind also von Vorteil. Jeder Panzer hat seine eigenen Stärken und Schwächen.
Weitere wichtige Werte für das Gefecht sind Sichtweite, Funkreichweite und Tarnung. Diese Werte entscheiden darüber wie früh ihr feindliche Panzer sehen könnt oder ihr gesehen werdet. Grundsätzlich könnt Ihr alle Panzer innerhalb eurer Sichtweite sehen. Zusätzlich können alle Mitspieler innerhalb der Funkreichweite den Gegner auf der Minimap sehen. Der Gegner hat nun die Möglichkeit sich hinter Gebäude und Gebüsch zu verstecken. Dadurch ist der Panzer besser getarnt und ihr müsst näher ran um den Feind zu sehen. Wer also besser getarnt ist, verkürzt so die Sichtweite des Gegners. Auch hier ist das ganze nicht so einfach. Die Tarnung ist abhängig vom Panzer (Tarnwerte), dem Standpunkt im Gefecht, Stillstand oder in Bewegung und wenn ihr dann die Kanone abfeuert ist die Tarnung in der Regel eh dahin.
Ihr merkt also, das Spiel ist wesentlich anspruchsvoller als auf den ersten Blick vermuten lässt. Es spielen noch wesentlich mehr Faktoren mit, welche ich jedoch lange nicht alle kenne. Genauere Infos können dem Wiki entnommen werden.

Die Mannschaft
Auch wenn sie im Spiel fast untergeht ist die Besatzung für den Panzer sehr zentral. Die Ausbildungsstufe der Mannschaft hat entscheidenden Einfluss auf die Schlagkraft des Panzers. Ein besserer Richtschütze trifft einfach besser :-). Die Besatzung erhält wie der Panzer auch während jedem Match Erfahrung und wird dadurch besser. Auch wenn es unendlich lange dauert. Wird ein Panzer verkauft kann die Mannschaft in die Kaserne geschickt werden. Will man den Panzer später nochmal spielen hat man die Besatzung schon. Wenn ihr den Panzer eh nicht mehr spielen wollt entlasst die Besatzung am besten, denn die Kaserne hat nur begrenzt Betten zur Verfügung. Die Mannschaft kann auch mit Credits auf 75% und mit Gold auf 100% geschult werden.

Erfahrung, Credits und Gold
Für jedes Spiel erhaltet ihr Panzererfahrung und Credits. Beides benötigt ihr für die Aufrüstung des Panzers und das freispielen neuer Panzer. Die erhaltene Menge ist von diversen (wie könnte es auch anders sein) Faktoren abhängig. Abschüsse, Hilfe bei Abschüssen, das entdecken von Feinden bringen Erfahrung. Wird die Partie gewonnen gibts Extra-Erfahrung. Ebenfalls bekommt jeder Panzer für den ersten Sieg des Tages die doppelte Erfahrung (Manchmal auch das drei oder fünffache :-)). Mit den Credits verhält es sich ähnlich. Eine detaillierte Auswertung des Gefechts und des Verdienstes erhaltet ihr am Ende jedes Gefechts. Der Erwerb von Erfahrung und Credits kann durch das lösen eines Premiumaccounts beschleunigt werden. Es wird immer angezeigt, wie viel ihr ohne Premium erhaltet und wie viel mit.
Die Erfahrung die ihr erhaltet gilt nur für diesen Panzer. In der Garage kann der Forschungszweig geöffnet werden, wo ihr den Panzer aufwerten könnt. Kanonen, Funkgerät, Motor, Ketten und noch anderes kann in mehreren Stufen erforscht (mit Erfahrungspunkte) und dann gekauft (mit Credits) werden. Ist dann alles nötige erforscht könnt ihr dann den nächsten Panzer im Forschungsbaum freischalten und euch kaufen. Wenn bei einem Panzer alles erforscht ist erhält er Elite Status. Ihr erhaltet dann zwar noch Erfahrung für die Kämpfe, könnt diese jedoch so nicht mehr gebrauchen. Diese Erfahrung kann dann in allgemeine Erfahrung umgewandelt werden welche für jeden Panzer verwendet werden kann (Natürlich ist dieser Umtausch nicht gratis).
Als zweite Währung im Spiel ist da noch das Gold. Dieses kann nicht im Spiel erworben werden sonder muss gekauft werden. Das coole daran: ihr braucht kein Gold! Mit dem Gold lässt sich kein spiel entscheidender Vorteil erkaufen. Es gibt zwar Premiumpanzer welche nur mit Gold bezahlt werden, jedoch sind alle Premiumfahrzeuge schwächer als die entsprechenden Gegenstücke für Credits. Auch die Munition welche für Gold bereit steht ist nicht soviel stärker als die für Credits und ist ausserdem total überteuert (kauft mal 100 Schuss für 5 Gold das Stück :-)). Gold wird viel mehr dazu benötigt sich neue Stellplätze in der Garage zu holen, mehr Betten in der Kaserne bereit zu stellen und vor allem für die anfallende Erfahrung von Elite-Fahrzeugen in allgemeine Erfahrung umzuwandeln. Auch zum lösen des Premiumaccounts wird Gold verwendet. Ihr könnt dann direkt im Spiel auswählen wie lange ihr Premium wollt (von 1 Tag bis zu 1 Jahr) und das auch direkt mit Gold bezahlen.
Dabei sind die Preise (abgesehen von den Premiumfahrzeugen) ziemlich fair. Als Beispiel: Für 10 Euro erhaltet ihr 2500 Gold. Ein Panzerstellplatz in der Garage kostet 300 Gold, 24 Std. Premium kosten 250 Gold. Für 2500 Gold könnt ihr dann einen ganzen Monat lang vom Premiumbonus geniessen. Für das Umwandeln der Panzererfahrung in freie Erfahrung müsst ihr für 25 Erfahrungspunkte 1 Goldstück hinlegen (1000 Erfahrung sind also 40 Gold). Ihr seht also, dass man mit 10 Euro sich schon mal was leisten kann.

Resume
Zusammenfassend möchte ich sagen, dass World of Tanks ein geniales Panzerspiel ist, welches die perfekte Balance zwischen Simulation und Arcade schafft. Das einfache spielen kombiniert mit der komplexen Mechanik im Hintergrund sorgt dafür dass sich Taktik und Vorsicht auszahlen. Dazu kommt noch dass man bei dem Spiel nie das Gefühl hat, ich muss jetzt Gold kaufen um mitzuhalten. Fair und Genial, so funktioniert F2P. Da geb ich gerne ein paar Euro im Monat. Die haben es nämlich verdient!

http://worldoftanks.eu/

Flattr this!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.